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Schwebebahnfest
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| Bekanntlich ist Wuppertal
ja eine "Kunststadt", wurde 1929 aus den selbständigen Gemeinden
Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Ronsdorf, Vohwinkel und des Ortsteils Beyenburg
der Gemeinde Lüttringhausen gebildet. Dies war damals nicht gerade
eine Liebeshochzeit, gab es doch große Rivalitäten z.B. zwischen
Barmen und Elberfeld. Und auch heute noch soll es echte Cronenberger geben,
die noch nie einen Fuß auf Elberfelder Gebiet gesetzt haben.
Wahrzeichen von Wuppertal
ist und bleibt die Schwebebahn! Im Jahr 1901 offiziell eröffnet,
ist sie älter als die Stadt Wuppertal und verbindendes Element der
Stadtteile. Um so mehr habe ich mich darüber geärgert, wie dilettantisch und peinlich die Wuppertaler Stadtwerke AG (WSW, aber auch die Stadt selber) das 100-Jährige Jubiläum dieser einmaligen Bahn "begangen" haben. Eine mickrige Veranstaltung am Schauspielhaus bzw. Bahnhof Kluse war alles, was man zu diesem historischen Termin zustande brachte. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein regelmäßiges Fest zu Ehren der Schwebebahn auch überregional zur Attraktion werden könnte. Deswegen regte ich auch im Stadtmarketingausschuß der Stadt Wuppertal im November 2000 an (dem ich als Stellv. Mitglied angehöre), dass die Stadt ein regelmäßiges "Schwebebahnfest" veranstalten solle.
Nachdem das bereits für 2002 geplante Schwebebahnfest auf Wunsch des (aus Paderborn zugezogenen) Stadtkämmerers Dr. Slawig ausgesetzt wurde (Nachzulesem im öffentlichen Protokoll der Sitzung des Stadtmarketingausschusses 6.11.2002- S. 5 TOP2.5) , wird nun ein zweiter Anlaufversuch gemacht. Am 26. Juli 2003 soll nun endlich im Rahmen der Aktion zur Beleuchtung der Schwebebahn ein erstes Schwebebahnfest stattfinden. Man kann nur hoffen, dass diese Aktion wirklich auch Schwebebahnfest und nicht etwa "Lampenfieber-Fest" oder gar neudeutsch "Schwebebahn-event" heißt.
Noch immer werden die touristischen Vermarktungsmöglichkeiten der Schwebebahn nicht ausreichend ausgeschöpft. Die Initiative zur Schwebebahn-Beleuchtung könnte die Bahn zwar interessanter machen, ein Fest, welches die gesamte Stadt auf die Beine bringt, hätte aber noch ganz andere Möglichkeiten. Leider sitzen aber die (ideologischen) Scheuklappen ganz feste auf den Köpfen mancher hochbezahleter "Experten":
Die Reaktion eines
Stadtwerke-Marketing-Mitarbeiters, der auch das 100-Jährige Jubiläumsfest
in den Sand gesetzt hat:
Man stelle sich einmal vor, der berühmte Meistertrunk in Rothenburg oder die Kinderzeche in Dinkelsbühl würden nicht stattfinden, weil irgendein Ideologe der Meinung wäre, der 30-Jährige Krieg dürfe nicht auch noch als Festspiel verherrlicht werden! Oder Frankreich würde Napoleon, der wahrlich ein mindestens ebenso großer Kriegstreiber war wie Kaiser Wilhelm, in keiner Form mehr gedenken. So ist das aber halt in Wuppertal. "Wuppertal = Muckertal". Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, das man sich auch in Wuppertal vielleicht eines Tages auch auf eines der wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte angemessen besinnt. Ich werde hier weiter
darüber berichten, bis dahin empfehle ich noch die Seite der "Wuppertaler
Originale": www.wuppertaler-originale.de
Es grüßt aus Wuppertal (-Barmen) Christoph Grüneberg |
Verantwortlich: Christoph Grüneberg - Dickmannstr.475 - 42287 Wuppertal